Einfaches Dinkel-Vollkornbrot backen

Anzeige / Ein einfaches Dinkel-Vollkornbrot backen ist gar nicht schwer, ihr müsst es quasi nur “eine Nacht” schlafen lassen und das war´s quasi. Es schmeckt hervorragend und man merkt ihm das Dinkelvollkornmehl nicht an – schmeckt gigantisch!

Brot selber backen mit Dinkel-Vollkornmehl
Dinkel-Vollkornmehl backen

Dinkel-Vollkornbrot backen – ein Kinderspiel

Der Geruch von frischem, selbstgebackenem Brot ist schon was sehr geniales. Wenn ihr noch nie selber ein Brot gebacken habt, solltet ihr das zeitnah nachholen. Es ist wirklich (mit dem entsprechenden Rezept) kein Hexenwerk und es schmeckt sooo sooo soo gut!

Wir haben uns in letzter Zeit etwas mehr an weizenärmere Rezepte gewagt und viel mit Roggen- und Dinkelmehl gebacken. Deshalb präsentieren wir euch hier auch stolz uns liebstes Dinkel-Vollkornbrot aus Dinkelvollkornmehl Type 1050. Es bewegt sich damit im Mittelfeld – kein ganz helles Dinkelmehl, aber auch kein komplettes Vollkornmehl und wir lieben die Kombination.

Es hat eine tolle Kruste, ist schön luftig innen, schmeckt aber ordentlich und man hat auch was zum Kauen. Die gemahlenen Flohsamenschalen geben dem Brot etwas mehr Struktur und machen das ganze etwas saftiger, denn Dinkel kann auch etwas trocken werden und das wollen wir natürlich vermeiden. Ihr werden davon nichts schmecken und gesund sind sie dazu auch noch. Also nix wie rein damit ins Brot!

Als nächstes versuchen wir uns an einem Kastenbrot mit etwas höherem Vollkornanteil und mehr Körnern. Ein schönes Rezept in die Richtung findet ihr bei einfachbacken.de

Zutaten für euer Dinkel-Vollkornbrot

Da immer häufiger nach Zutaten und / oder Alternativen dazu gefragt wird, hier ein paar genauere Infos zu den Zutaten von unserem leckeren Brot:

  • Dinkelvollkornmehl – Bei unserem Brot verwenden wir immer Dinkelvollkornmehl Type 1050. Es gibt noch ein helles Dinkelmehl, das ist das Type 603 und eben das 1050 als Dinkelmehl. Der Unterschied liegt immer darin, wie viel vom kompletten Korn vermahlen wird. Es gibt auch komplettes Dinkelmehl, das gibt es bei uns z. B. direkt in der Mühle zu kaufen. Wir finden das Type 1050 eine gute Mischung zwischen Geschmack und ordentlicher Ballaststoffmenge 🙂 Es gibt auch noch ein komplettes Vollkorndinkelmehl (da steht meist gar keine Nummer drauf und es ist dunkler). Das haben wir z.B. für das Brot im Video verwendet.
  • Flohsamenschalen – Vielleicht wundert ihr euch, warum ausgerechnet Flohsamenschalen in dieses Brot sollen? Die Antwort ist relativ einfach: Sie halten das Brot schön saftig und geben ihm auch etwas mehr Struktur. Teilweise könnt ihr sie z. B. auf der Kruste erkennen, wenn ihr genau hinschaut. Dinkelbrot kann gerne mal etwas trocken wirken und auch da helfen die Flohsamenschalen. Außerdem machen sie das Brot haltbarer. Keine Sorgen, ihr schmeckt von ihnen gar nichts! Für das Rezept braucht ihr übrigens gemahlene Flohsamenschalen. Flohsamenschalen werden auch oft bei glutenfreien Rezepten verwendet, weil sie den “Gluten-Kleber” ersetzen und der Teig dann trotzdem gut hält.
  • Wasser – Einfach aus der Leitung, stilles Wasser, gerne leicht lauwarm.
  • Olivenöl – Wie immer nutzen wir kaltgepresstes Olivenöl.
  • Frische Hefe – Das beste Ergebnis bekommt ihr auf jeden Fall, wenn ihr frische Hefe aus dem Kühlregal benutzt. Natürlich kann man auch mit Trockenhefe backen und auch damit wird dieses Brot gelingen, aber so richtig schön fluffig wird es eben doch eher bei frischer Hefe.
  • Salz – Ohne Salz kein Brot …… wichtiger Bestandteil. Wer mag kann übrigens auch Brotgewürz mit rein geben.
Dinkel-Vollkornbrot Rezept
Dinkel-Vollkornbrot Rezept

Dinkel-Vollkornbrot backen – wie läuft das jetzt?

Den Grundteig vorbereiten
Wir beginnen mit dem Grundteig und ergänzen dann im nächsten Step gleich noch weitere Zutaten und haben dann einen Hauptteig. Ihr könnt das ganze Rezept mit der Hand kneten, wenn ihr ordentlich Power habt. Ansonsten geht es sowohl mit einer Küchenmaschine oder einem Handrührer mit Knethaken. Wir backen immer mit unserer Cooking Chef Maschine von Kenwood.

Es geht los: Brotteig Teil 1
Zuerst braucht ihr 400ml lauwarmes Wasser in einem Glas / Gefäß. Dort hinein bröselt ihr (einfach mit den Fingern) eure frische Hefe. Verrührt sie dann (z. B. mit einer Gabel) so lange im Glas, bis sie sich komplett aufgelöst hat.

Gebt dann 500g Dinkelvollkornmehl (Type 1050) in eure Küchenmaschine und auch direkt die 5g gemahlene Flohsamenschalen dazu. Nun kippt ihr da direkt eure 400ml Hefe-Wasser-Mischung hinein und lasst dann eure Küchenmaschine für ca. 5 Minuten ordentlich kneten.

Zweiter Teil vom Teig
Nun gebt ihr in euren bestehenden Teig das Olivenöl sowie das Salz hinzu und lasst es dann für ca. 2-3 Minuten weiter vermischen. Der Teig sollte schön gleichmäßig und glatt am Ende aussehen.

Teig bei Zimmertemperatur gehen lassen
Euren fertigen Teig packt ihr dann in eine große Schüssel. Idealerweise habt ihr einen Deckel für die Schüssel, ansonsten könnt ihr es auch mit einem Brett oder Geschirrtuch abdecken. Auch ein großer Topf geht. Der Teig sollte aber noch Platz haben, um sich zu vergrößern, also das Behältnis nicht zu klein wählen. So lasst ihr den Teig dann 1h einfach bei Zimmertemperatur rumstehen.

Dehnen und Falten des Teiges
Nach dieser Stunde nehmt ihr den Teig nochmal aus der Schüssel und dehnt ihn vorsichtig etwas und faltet ihn dann immer wieder zusammen. Wir haben euch das im Video veranschaulicht, da versteht ihr es am einfachsten 🙂

Teig im Kühlschrank gehen lassen
Danach packt ihr den Teig zurück in die Schüssel, Deckel drauf und ab damit in den Kühlschrank. Er kann auch draußen aufbewahrt werden, aber es darf dann nicht frieren. Das wäre zu kalt. Der Teig darf jetzt 10-14h kalt ruhen.

Teig weiterverarbeiten
Nach dieser Zeit holt ihr euren Teig wieder zurück in die Küche und lasst ihn dort erstmal ca. 30 Minuten “ankommen” und etwas aufwärmen, bevor wir weiter machen. Gebt dann etwas Mehl (wir haben dafür so einen praktischen Mehlstreuer) auf eure Arbeitsfläche und lasst den Teig darauf gleiten. Mit einer Teigkarte, einem Spachtel oder einfach den Händen formt ihr dann grob ein rundes Brot daraus. Wir nehmen immer Teigkarten aus Plastik, da diese unsere Küchenarbeitsplatte nicht kaputt machen.

Auftritt des Gärkörbchens
Nachdem ihr euer Gärkörbchen etwas mit Mehl bestäubt habt, gebt ihr dann das Brot vorsichtig mit der “unschöneren” Seite nach oben hinein. Ihr könnt selber entscheiden, ob ihr eine glattere Brotoberfläche oder eine eingeschnittene möchtet. Je nachdem, wie rum ihr es später auf das Blech setzt. Wenn ihr kein Gärkörbchen habt, könnt ihr das Brot auch in eine rundliche Tupperdose geben, die ihr mit ordentlich Mehl bestäubt. So lasst ihr das Brot dann nochmal 1h stehen, deckt es aber mit einem Küchentuch ab gegen das Austrocknen.

Es geht ans Dinkel-Vollkornbrot Backen..
Heizt euren Backofen auf 250 °C Ober/Unterhitze auf. Wenn ihr einen Backstein habt, gebt diesen auch direkt mit in den Ofen. Wenn ihr keinen habt, verwendet ihr einfach ein Backblech mit Backpapier. Wir brauchen aber in jedem Fall etwas für den Dampf / Nebel später. Hier könnt ihr ein kleines Blech oder ein backofenfestes Gefäß wie eine Auflaufform nehmen. Stellt diese einfach während dem Aufheizen schon mit in den Ofen. Die ist später super heiß und wir kippen dann Wasser rein, so entsteht der Dampf! Stellt euch daher auch eine Tasse mit Wasser zurecht.

Brot vorbereiten
Ihr könnt das Brot direkt auf den Backstein kippen oder ihr geht wie wir einen kleinen Umweg (wir wollen den Ofen nicht ewig offen lassen und so klappt es auch ganz wunderbar): Wir nehmen ein Brot und legen darauf ein Stück Backpapier und kippen da jetzt unser Brot aus dem Gärkörbchen vorsichtig drauf. Wenn ihr möchtet könnt ihr nochmal Mehl drauf geben und z. B. ein Muster einritzen oder ihr habt die “wildere Seite” oben, dann ergibt sich das Muster auch so.

Brot backen
Nun schieben wir einfach das Brot mit dem Stück Backpapier auf den Backstein und gießen dann schnell das Wasser in die Auflaufform. Deckel zu und zischen lassen! Das Brot backt so jetzt erstmal für 15 Minuten.

Danach öffnet ihr kurz den Ofen und lasst den verbliebenen Dampf entweichen. Stellt den Ofen dann auf 230 °C Ober/Unterhitze runter und lasst es für ca. 15-20 Minuten weiter backen. Danach gut auskühlen lassen.

Brot selber backen mit Dinkel-Vollkornmehl

Einfaches Dinkel-Vollkornbrot

Mit Dinkelvollkornmehl Type 1050
5 von 1 Bewertung
Vorbereitungszeit: 5 Minuten
Zubereitungszeit: 10 Minuten
Gehzeit: 14 Stunden
Gericht: Backen, Brot
Stil: Klassisch
Tags: Brot, Brot backen, Dinkelmehl, Dinkelvollkornmehl, Vollkornmehl
Portionen: 1 Brot
Kalorien: 1806kcal

Zutaten

Teig Teil 1

  • 500 g Dinkelvollkornmehl (Type 1050)
  • 400 ml Wasser (lauwarm)
  • 5 g Flohsamenschalen
  • 4 g Frische Hefe

Teig Teil 2

  • 10 ml Olivenöl
  • 15 g Salz

So funktioniert´s

Teig Teil 1

  • Zuerst gebt ihr 400ml lauwarmes Wasser in ein Glas und verrührt darin eure frische Hefe bis sie sich schön aufgelöst hat.
  • Dann gebt ihr die 500g Dinkelvollkornmehl zusammen mit den 5g Flohsamenschalen in eure Küchenmaschine und gießt dann das Hefe-Wasser dazu. Lasst das ganze ca. 5 Minuten schön durchkneten.

Teig Teil 2

  • Dann gebt ihr das Olivenöl und das Salz mit in den Teig und lasst das ganze nochmal ca. 2-3 Minuten weiter kneten. Es sollte ein schöner glatter Teig am Ende rauskommen.
  • Diesen gebt ihr dann in eine große Schüssel für die ihr einen Deckel habt (oder ein Geschirrtuch darüber legt) und lasst es so noch ca. 1h bei Zimmertemperatur stehen.
  • Danach nehmt ihr ihn nochmal kurz aus der Schüssel und faltet und dehnt den Teig einmal. Das schaut ihr euch am besten im Video an.
  • Danach kommt der Brotteig wieder in die Schüssel und über Nacht (ca. 10-14h) in den Kühlschrank oder nach draußen. Er soll kalt stehen, aber nicht frieren.. also im Winter ein bisschen aufpassen.
    Teig kalt stellen
  • Holt ihn dann wieder aus dem Kühlschrank und lasst ihn erstmal ca. 30 Minuten etwas bei Zimmertemperatur ankommen. Dann gebt ihr ihn auf eine leicht bemehlte Arbeitsfläche und formt eine Runde Brotform daraus.
    Teig vorformen
  • Diese gebt ihr dann in euer Gärkörbchen (da vorher auch etwas Mehl reingeben) mit der "unschönene" Seite nach oben. So lasst ihr es dann mit einem Tuch abgedeckt nochmal 1h draußen stehen. Wenn ihr lieber ein "wilderes Brot" möchtet, könnt ihr es auch andersrum ins Gärkörbchen legen.
    Ab ins Körbchen
  • Heizt in der Zeit euren Backofen auf 250 °C Ober/Unterhitze auf. Wenn ihr einen Backstein habt, legt diesen direkt mit rein beim Aufheizen.
    Brotstein & Wasserdampf
  • Für eine richtig schöne Kruste brauchen wir Dampf bzw. Feuchtigkeit im Ofen. Dafür gebt ihr auf den Boden eures Backofens ein backofenfestes Gefäß oder Blech (das soll mit aufheizen wie auch der Stein) und stellt euch eine Tasse mit Wasser zu recht.
  • Kippt dann das Brot vorsichtig aus dem Gärkörbchen auf euren Brotstein und ritzt ggf. nach ein Muster ein, wenn ihr möchtet. Wenn die "offene / unschöne" Seite oben ist, müsst ihr auch nichts einritzen.
  • Gebt dann das Brot auf euren Backstein / Blech. Nun gießt ihr das Wasser in das Gefäß im Ofen und es dampft und zischt dann direkt. Backofendeckel zu und das Brot erstmal für 15 Minuten so backen lassen.
  • Nach diesen 15 Minuten öffnet ihr den Ofen kurz und lasst den Dampf ab. Stellt den Ofen dann auf 230 °C Ober/Unterhitze runter und lasst es für weitere 15-20 Minuten backen.
  • Gut auskühlen lassen & sich schmecken lassen 🙂

Video

Tipps & Tricks

Beim Brot kommt knapp 1kg raus.

Nährwerte

Serving: 1Brot (Gesamt) | Calories: 1806kcal | Carbohydrates: 330g | Protein: 66g | Fat: 17g
Habt ihr unser Rezept probiert?Dann markiert uns doch auf Instagram mit @diekuechebrennt und #diekuechebrennt! Wir freuen uns auf eure Ergebnisse!
 

Kann ich die Flohsamenschalen auch weglassen?

Ja, das könnt ihr grundsätzlich machen. Sie machen das Brot aber durchaus saftiger und ihr schmeckt sie wirklich gar nicht.

Kann ich auch anderes Öl nehmen?

Wer es z. B. nussig mag, kann auch Haselnuss- oder Walnussöl verwenden.

Brauche ich unbedingt ein Gärkörbchen?

Nein, aber das gehört zu den ersten Sachen, die wir euch empfehlen würden, wenn ihr häufiger Brot backt. Das Brot bleibt viel beständiger während der Gehzeit nach dem Formen und wird dadurch auch nicht zu flach (was gerne passiert am Anfang).

Brauche ich unbedingt einen Backstein?

Nein, ihr könnt das Brot auch einfach auf einem normalen Backblech mit Backpapier backen.

Kann ich das Brot einfrieren?

Das geht ohne Probleme, ihr könnt es danach einfach normal auftauen lassen oder ihr schneidet euch z. B. Scheiben vor und toastet euch die dann.

Falls ihr noch weitere Fragen zum Rezept, den Zutaten oder der Zubereitung habt, könnt ihr diese gerne in den Kommentare stellen oder uns eine E-Mail schreiben. Wir versuchen alle Fragen immer sehr zeitnah zu beantworten und nehmen diese dann auch in die FAQs des jeweiligen Rezepts mit auf, damit auch die anderen davon profitieren können.

Auch wenn ihr einfach nur coole Verbesserungen oder Abwandlungen des Rezeptes habt, gerne kommunizieren und kommentieren. Wir freuen uns immer sehr über euer Feedback und teilen das dann auch gerne direkt mit im Rezept mit.

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